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~ Meine Gedichte ~

 

Aus den Gebeinen der Lebenden 

 

Aus den Gebeinen der Lebenden
Wand sich unsichtbar die Larve meiner Seele,
Kroch unaufhaltsam zwischen ihren Geistern
Und verbrannte den Tod
Aus ihnen.

Türme alter Städte, in Tempel und Mauern eingebettet,
Ergaben sich mir.
Und ich hauchte ihnen das Leben ein,
Zersprengte glutrote Steine zu Blättern
Und Blüten.

Und als ich die gläsernen Treppen des Himmels eroberte,
Legte ich mir die Schönheit zu Füßen
Und zerschmetterte das Licht der Gestirne
Zu einem Nebel
Aus Träumen.

Und als ich neu schuf nach meiner Schönheit,
Meiner Freiheit
Und meiner Seele
War ich Ich.

 


Die stille Welt

In den Tälern der Welt
Leckt das Rinnsal der Zeit
An den Felsen der Ewigen Ruhe,

Welche seufzend schlafen
Zwischen den Hügeln des Morgens.

Lautlos verschwindend
Tanzt der Worte Schwall
Zwischen den Meeren der Stille

Die liebkosen leuchtend
Der Ufer Herz und Gewand.

Zärtlich umringen Horizonte
Der Welten Band und sprühen vor Liebe
Für Sterne, die tanzen, die leben,

Die klingen
Im Schweigen der Dunkelheit.

 


Ein Strahl aus Licht

Aus der Sonne rann das Blut,
Aus dem Mond ein Tropfen Seele.
Wie aus Wirbelsturm entstand
Schweigen, farbenloses Grau.

Aus den Wassern quoll das Leben,
Aus der Erde kroch der Geist.
Wie aus Feuer stieg
Aus Dunkelheit das Licht.

Aus Eis sprang Wut,
Aus Erdenfeuer Schmerz.
Wie Sand verwehte
Zahlenlos das Wort.

Aus den Winden wand sich Tod,
Aus den Nebeln tanzten Träume.
Wie der Lebensquell zerrann

Ein Strahl aus Licht,
Ein Funken Feuer,
Ein Tropfen Seele für die Ewigkeit.

 


Ikarus

Tod
Blut
Gebrochen Flügel

 


Gleißendes Licht.
Sengende Hitze.
Sonnenstrahlen werden Feuerräder
Und verbrennen die Haut.

Wie welkes Laub,
Zerrissener Faden,
Zersprungene Zeiten:
Fallen.

Haltlos
Sich überschlagen.
Taumeln durch die Zeitlosigkeit.
Eine einzelne Träne, die vom Wind

Zerstoben wird.
Kopfüber.
Ins Nichts.

Hoch am Himmel der Schrei
Für die Ewigkeit!

Dann Finsternis.
Und nur ein einzelner Strahl der Sonne
Durchdringt sie und sieht

Tod,
Blut
Und gebrochene Flügel.

 


Zu Stein

Vom Meer
- An den Küsten leckend -
Rund,
Eckig,
Glatt geschliffen,
Versandete
Der Staub der Universums,
Das Leben der Sterne,
Zu Erde,
Zu Kieseln,
Zu Stein.

Staub,
Zu Fels gewoben.

 


In einem Herzen aus mondloser Nacht

 

In einem Herzen aus mondloser Nacht
Wogen die Träume
Umschatteter Seelen

In ewigem Reigen.
Und tanzend und webend
Erheben sich Schleier

Wie nebelsilberner Morgendunst.
In lieblichen Wellen
Wogen die Töne

Leise und sacht vor erstarrenden Wäldern
Mit Bäumen aus Schatten
Und Träumen aus Nebelwind.

 


Tänzer

Durch die Nebel glitten meine Schritte
Dem Irrlicht zu. Vergaßen
den Tritt
den Pfad
das Tor

Lenkten mich zu Bäumen die gestorben waren,
Zeigten mir Gräser, die schnitten
mein Fleisch
meinen Geist
meine Seele

Taumelten nieder und brachen - wund.
Rasteten
verwoben
verronnen
vertanzt
In der Dunkelheit.

 


Geflüster aus den Schatten

In allen Winden schallt mein Ruf
Durch alle Lüfte eilt mein Schweigen
An jeder Felswand bricht mein Wort
In allen Labyrinthen schleicht mein Widerhall

Und durch die Dunkelheit des Chaos
Kriecht mein Lachen
Und durch das blendend helle Licht
Rinnt meine einz'ge Träne

In alle Farben mischt sich meine Seele
Durch das Grau tanzt schleiergleich mein Geist
An jedem Tropfen Leben splittert ohne Laut mein Tod
In jedem Todesreigen sinkt danieder meines Lebens Kraft

Und durch die Dunkelheit des Chaos
Kriecht mein Lachen
Und durch das blendend helle Licht
Rinnt meine einz'ge Träne

In die Ewigkeit